Opernhaus und Filmkulisse



Alt ist es und ehrwürdig, das Opernhaus São Carlos mitten im historischen Stadtteil Chiado. 1793 von Prinzregent Dom João VI nach nur sechsmonatiger Bauzeit eröffnet, orientiert sich seine Architektur mit Elementen aus Neoklassizismus und Rokoko an den Opernhäusern von Mailand oder Neapel.

Anders als in vielen Häusern zu jener Zeit üblich, bleibt das São Carlos von Beginn an nicht dem Adel vorbehalten. Zutritt erhält, wer den Eintritt bezahlen und sich dem Anlass entsprechend kleiden kann. Ein Meilenstein für die Emanzipation des Bürgertums in Portugal. Ursprünglich von Kronleuchtern mit Talgkerzen erleuchtet, installiert man im Jahr 1850 eine Gasbeleuchtung, bevor das Gebäude ab 1885 elektrifiziert wird. Bis heute das bedeutendste Opernhaus des Landes, stehen hier unter anderem Monserrat Caballé, Maria Callas, Placido Domingo oder das Bolshoi-Ballet auf der Bühne.

Genau zweihundert Jahre nach seiner Eröffnung dient das São Carlos als Kulisse für die Verfilmung von Isabel Allendes Bestseller Das Geisterhaus mit Glenn Close und Jeremy Irons in den Hauptrollen.

Zu den regelmäßigen Programmpunkten zählen heute Aufführungen des 1943 gegründeten Chors des Nationaltheaters sowie Konzerte des Portugiesischen Symphonieorchesters. Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an verschiedenen Vorverkaufsstellen oder online erhältlich.

Teatro Nacional de São Carlos
Rua Serpa Pinto 9, Telefon 213 253 045
Email reserva.bilhetes@saocarlos.pt

Stand: September 2017



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