Wo die Erde endet

Aqui... onde a terra se acaba e o mar começa...
(Luís Vaz de Camões)

Wir befinden uns am westlichsten Punkt des europäischen Festlands, wo mit den Worten des portugiesischen Nationaldichters Luís Camões die Erde endet und das Meer beginnt. Ein schöner Ausflug für all jene, die etwas mehr Zeit in Lissabon verbringen und auch die Umgebung erkunden möchten.

Der Cabo da Roca liegt gerade einmal 40 Kilometer von der portugiesischen Hauptstadt entfernt, mit dem Mietwagen ist man über die Autobahn A5 in etwa 45 Minuten dort. Gemütlicher und landschaftlich wesentlich reizvoller geht es über die Küstenstraße Marginal bis nach Cascais und weiter am Surferstrand Guincho vorbei zum Kap. Rund 60 Kilometer muss man dann fahren und sollte dafür pro Strecke etwa eineinhalb Stunden einplanen.

Am Ziel wartet die Atlantikküste in ihrer schönsten Form. Vom 140 Meter über dem Meeresspiegel am westlichen Ausläufer der Serra de Sintra gelegenen Kap blickt man die zerklüftete Steilküste hinab in die Brandung des Atlantiks. Wollte man ins Wasser springen um nach Amerika zu schwimmen, wäre hier der ideale Ausgangspunkt: Nirgends liegen die USA näher an Festlandeuropa, als am Cabo da Roca.

Wer auf diese sportliche Übung verzichtet, kann sich statt dessen seinen Aufenthalt am Westrand Europas urkundlich bestätigen lassen und in der kleinen Bar nahe des Leuchtturms bei einem Kaffee oder Bier frische Kräfte für weitere Entdeckungen schöpfen.

Auch wer kein Auto mieten möchte, kann übrigens von Lissabon aus zum Cabo da Roca gelangen. Dafür besteigt man am Bahnhof Cais do Sodré die Küstenbahn nach Cascais. Dort angekommen, fährt von der Haltestelle Cascais Terminal der Linienbus 403 von ScottURB zwischen 8 und 19 Uhr im Stundentakt zum westlichsten Punkt Europas. Das Ganze ist dann aber sicher ein Tagesausflug.

Stand: Juni 2016



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