Das maritime Erbe Portugals



Angola, Brasilien, Japan, Kanada, Südafrika und Thailand, die Inselgruppen der Azoren, Kanaren und Kapverdes. Ein kleiner Auszug aus der Liste der portugiesischen Entdeckungen liest sich wie das Who is Who der internationalen Geographie.

Portugal, dem nach dem Vertrag von Tordesillas 1494 die Hälfte der Welt gehörte, hat sein Museu de Marinha in Lissabon angenehm unprätentiös gestaltet. Dafür gedenkt die große Seefahrernation an einem ausgesprochen symbolträchtigen Ort ihres maritimen Erbes.

Das Marinemuseum ist im Westflügel des Hieronymitenklosters im Stadtteil Belém untergebracht. In 13 Klostersälen werden rund 2.500 Exponate gezeigt, die die große Seefahrergeschichte des kleinen Landes am Westrand Europas dokumentieren.

Der Hauptsaal des Museums ist natürlich den Entdeckungen des 15. und 16. Jahrhunderts gewidmet, aber auch Themen wie der Schiffsbau, die Hochseefischerei oder die Handelsschifffahrt werden in eigenen Räumen präsentiert. In den beiden großen Pavillons am Ende des Rundgangs sind zudem zahlreiche eindrucksvolle Schiffe in Originalgröße ausgestellt.

Das Wasserflugzeug Santa Cruz, mit dem Gago Coutinho und Sacadura Cabral 1922 erstmals den Südatlantik von Lissabon nach Rio de Janeiro überquerten, rundet die Begegnung mit dem maritimen Erbe Portugals ab. Für den Museumsbesuch sollte man eine gute Stunde einplanen.

Museu de Marinha
Praça do Império
Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr, Eintritt 6 Euro

Stand: September 2014





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